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Die dunkle Vergangenheit des Treptower Parks

Aktualisiert: vor 8 Stunden

Ausstellung in Berlin


Der Treptower Park in Berlin ist heute ein beliebter Ort für Freizeitvergnügungen. Doch kaum jemand weiß, dass hier 1896 die „Erste Deutsche Kolonialausstellung“ stattfand, eine rassistische Inszenierung, bei der Menschen aus deutschen Kolonien öffentlich zur Schau gestellt wurden. Eine Dauerausstellung im Museum Treptow-Köpenick erinnert seit 2021 an dieses verdrängte Kapitel der Berliner Geschichte. Denn im Park selbst erinnert (noch) nichts daran.


Im späten 19. Jahrhundert fanden in Deutschland die ersten Völkerschauen statt. Menschen aus Afrika, Asien, Ozeanien und Nord- bzw. Südamerika wurden öffentlich ausgestellt. Das waren nicht nur Personen aus deutschen Kolonien, solche gab es in Amerika nicht. Oft wurden die Beteiligten in nachgebauten Dörfern als „exotisch“ und anders präsentiert. Durch vermeintliche Wissenschaft und für die Unterhaltung wurden Einblicke in „fremde Kulturen“ geboten, die aber nicht authentisch waren, sondern rassistische Stereotype und Hierarchien reproduzierten. In Deutschland begannen die Völkerschauen im Hamburger Tierpark von Carl Hagenbeck ab den 1870er Jahren. Danach verbreiteten sie sich in anderen deutschen Städten.


Der Treptower Park gilt heute als weitläufiger Volkspark im Südosten Berlins. Doch von Anfang Mai bis Mitte Oktober 1896 wurde er durch die „Erste Deutsche Kolonialausstellung“ zum Schauplatz


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Lies den ganzen Artikel von Maria Rohmann in unserer Print Ausgabe LoNam 01/26


Foto: © Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt, Daniela Incoronato


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