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Ebola-Ausbruch in der DR Kongo

Mitte Mai brach in Ituri das Ebola-Virus auf. Die Provinz liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo und grenzt im Süden an die Provinz Nordkivu und im Osten an das Nachbarland Uganda. Aufgetreten ist dabei die seltene Bundibugyo-Variante, die seit dem Jahr 2007 bekannt ist. Gegen sie gibt es derzeit weder zugelassene Impfstoffe, kaum bis gar keine Behandlungsmöglichkeiten noch Schnelltests. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 bis 40 Prozent. Das Virus breitete sich binnen weniger Tage nach den beiden Kivu-Provinzen sowie Uganda aus. Laut offiziellen Angaben waren bis zum 25. Mai über 200 Menschen an dem Virus gestorben. Internationale Hilfsorganisationen schätzen die Dunkelziffer aber weitaus höher ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte indessen die internationale Gesundheitsnotlage.


Eine Frau schützt sich vor dem Ebola-Virus © Steward Masweneng, unsplash
Eine Frau schützt sich vor dem Ebola-Virus © Steward Masweneng, unsplash

Ituri und die beiden Kivu-Provinzen sind seit Jahren Schlachtfelder des sogenannten Dritten Kongo-Krieges. Hierbei stehen sich die kongolesische Regierung in der Hauptstadt Kinshasa und von Uganda und Ruanda unterstützte Milizen gegenüber. Der Krieg führte in Ituri und im Kivu zur weitgehenden Zerstörung der Infrastruktur, einschließlich des Gesundheitswesens. Daher konnte letzteres auch kaum auf den Ebola-Ausbruch reagieren. Expert*innen rechnen damit, dass sich das Ebola-Virus auch auf das benachbarte Ruanda und Burundi ausbreiten wird.


Das Ebola-Virus ist ein hochansteckendes und sehr gefährliches Virus, das vor allem in den Tropenregionen Afrikas vorkommt. Es wird durch Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Blut übertragen. Zu den typischen Symptomen gehören hohes Fieber, Durchfall, Muskelschmerzen und Blutungen. Zwischen 1960 bis Mai 2026 brach Ebola 16-mal in der DR Kongo aus. Der bis dato letzte Ebola-Ausbruch fand im September 2025 statt, er konnte aber innerhalb weniger Wochen eingedämmt werden.


Derzeit leisten internationale Hilfsorganisationen medizinische Unterstützung im Ostkongo. Sie klären die Bevölkerung über die Übertragungswege des Virus auf und beraten die Menschen, wie sie mit Erkrankten umgehen sollen, um Ansteckungen zu verhindern.

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