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The Jollof Wars - Wer macht den besten Partyreis?

8. Sept.
2 Min. Lesezeit

In den meisten Ländern Westafrikas ist Reis ein Grundnahrungsmittel. Ob als Beilage oder als Reispfanne, er kommt in vielen Zubereitungsarten vor. Aber keine davon ist so beliebt und bekannt wie der Jollof Rice.


Jollof Rice Menü © Keesh´s Kitchen, Unsplash
Jollof Rice Menü © Keesh´s Kitchen, Unsplash

Besonders Ghana und Nigeria battlen sich bei jeder Gelegenheit, wer den besten Jollof Rice macht. Doch sein Ursprung liegt in keinem der beiden Länder, sondern weiter westlich. Wo heute Senegal und Gambia liegen, bestand früher ein wichtiges Reich: das Jolof Reich (auf Wolof genannt). Durch die Expansion des Reiches und die Bedeutung seiner Händler verbreitete sich auch die lokale Küche und damit eines der wichtigsten Gerichte: Der Tiep.


In den anglophonen Ländern ist er inzwischen als Jollof Rice und in den frankophonen als "riz au gras" (Reis mit Fett) bekannt. Seine Zubereitung ist so vielseitig, wie seine Köche. Die einen machen Fleisch, die anderen Fisch rein, manche kochen ihn mit gebrochenem, andere mit Parboiled Reis. Mal ist das Gemüse darauf, mal untergemischt. Die wichtigste Zutat ist und bleibt der Reis. Als Gemüse bilden meistens Tomate, Paprika, Zwiebel und Knoblauch die Basis. Durch den Handel mit indischen Gewürzen wird in den anglophonen Ländern auch gerne Currypulver hineingemacht. Heutzutage gibt es sogar Wettbewerbe, wer den Jollof Rice besten macht. Den letzten gewann Gambia, also einer der Geburtsorte des Gerichts.


Seine senegalesische Version „ceebu jën“ wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Sie wird mit Fisch zubereitet und zusammen mit gekochtem Gemüse elegant auf dem Reis platziert. Entstanden ist diese Fischversion in Saint-Louis, im Norden des Landes, wo viele Menschen von der Fischerei leben.


Eine besonders begabte Köchin namens Pemba Mbaye soll die aktuelle Version des Gerichts entwickelt haben. Zubereitet wird sie überall im Land und gegessen wird in Gemeinschaft. Jeder sitzt um einen großen Teller und nimmt sich den Reis direkt vor sich mit einem Löffel oder mit der Hand. Das Gemüse und den Fisch verteilt der oder die Älteste. Besonders Gäste kommen in den Genuss des Gerichts, denn er ist ein wichtiger Teil der senegalesischen Gastfreundschaft, der Teranga.


Man muss einfach die verschiedenen Versionen ausprobieren und die eigene Lieblingsversion finden!


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