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Sultan Qaytbay-Komplex wiedereröffnet

28. Juli
1 Min. Lesezeit

In Kairo wurde ein bedeutender architektonischer Komplex aus der Mameluken-Zeit restauriert und nun feierlich wiedereröffnet.


Eine Moschee in Kairo (Symbolbild) © Zak H, Pexels
Eine Moschee in Kairo (Symbolbild) © Zak H, Pexels

Während die Pyramiden und die Pharaonen in Deutschland jedem ein Begriff sind, ist die Herrschaft der Mameluken hierzulande eine eher unbekannte Episode der ägyptischen Geschichte. Dabei war es diese Dynastie, die 1291 die letzten Kreuzritter aus Palästina vertrieben hat. Die Mameluken waren zuvor als Militärsklaven nach Ägypten gekommen und sie herrschten anschließend mehrere Jahrhunderte über das Land am Nil.


Ein bedeutender Mameluken-Herrscher war Sultan al-Ashraf Qaytbay, der sich als Förderer der Architektur einen Namen machte. So gab er mehr als ein Dutzend Moscheen in Auftrag, dazu öffentliche Gebäude, Festungen und Schulen. Zwischen 1472 und 1474 entstand im historischen Nordfriedhof Kairos sein Mausoleum mit angebauter Moschee. Der Komplex gilt als Perle der mamelukischen Architektur.


Zwischen 2022 und 2024 wurden Mausoleum und Moschee einer Restaurierung unterzogen, um sie wieder möglichst nahe an den Originalzustand aus dem 15. Jahrhundert heranzuführen. Dabei wurden insbesondere die äußere Steinwand sowie die Kuppel wieder in Stand gesetzt. Den Auftrag führte das Archinos Architektenbüro aus. Der Komplex wurde am 21. Juli wiedereröffnet.


Die Restaurierungsarbeiten schufen mehr als 100 Arbeitsplätze im traditionellen Handwerk, bei Stadtführungen und in Bildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche. Die Anwohner*innen des Qaytbay-Komplexes erhielten eine kostenlose medizinische Versorgung. Die ägyptische Zeitung Ahram lobte die Arbeiten deshalb als Beispiel dafür, wie die Pflege von Altertümern Stadtviertel beleben kann.

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