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Vatikan kündigt Papstbesuch in Afrika an

Der Vatikan in Rom, Sitz des Papstes © SlimMars 13, Pexels
Der Vatikan in Rom, Sitz des Papstes © SlimMars 13, Pexels

Papst Leo XIV. wird zwischen dem 13. und 23. April mit Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorial-Guinea vier afrikanische Länder besuchen. Je jeweiligen Visiten werde zwei bis vier Tage dauern.


Zunächst besucht der Papst auf Einladung der dortigen Regierung Algerien, in dem der Islam Staatsreligion ist. Im Land lebt aber auch eine kleine katholische Minderheit. Leo XIV. möchte hier den interreligiösen Dialog zwischen Christ*innen und Muslim*innen fördern. Dazu erhält der Besuch eine persönliche Note: Der Papst ist ehemaliger Chef des Augustinerordens, der nach dem Heiligen Augustinus benannt ist. Er war im 5. Jahrhundert Bischof der Küstenstadt Hippo Regius, das heute Annaba heißt. Leo XIV. wird Annaba besuchen.


Auch der Besuch in Kamerun hat eine hohe symbolische Bedeutung So wird der Papst nicht nur in der Hauptstadt Yaoundé und der Wirtschaftsmetropole Douala zu Gast sein, sondern auch in Bamenda. Diese Stadt liegt im englischsprachigen Teil Kameruns, wo Rebellen nach der Unabhängigkeit streben. Der Konflikt hat bislang rund 2.000 Todesopfer gefordert, dazu gibt es eine halbe Million Binnenvertriebene und mehrere zehntausend in das benachbarte Nigeria Geflüchtete. Vom Papst erhoffen sich die Menschen einen Ausweg aus der Krise.


Angola ist hingegen ein mehrheitlich katholisches Land, dass aber seit über 50 Jahren von der marxistischen MPLA regiert wird. Deren Vorsitzender, Staatspräsident João Lourenço, sprach die Einladung an den Papst aus. Die örtliche Kirche erhofft sich vom Papstbesuch eine Aufwertung ihrer eigenen Rolle, etwa indem sie auf ihr Wirken im sozialen Bereich und im Bildungssystem hinweist.


In Äquatorialguinea, einer ehemaligen spanischen Kolonie, fällt der Besuch von Leo XIV. mit der Ankunft der ersten katholischen Missionare im Land zusammen. Laut Vertretern des Katholischen Kirche sehe die Bevölkerung im Papst einen Botschafter des Friedens sowie eine gesellschaftliche Integrationsfigur. Hier möchte Leo XIV. vor allem die Themen Bildung, Jugend und Familie als die tragenden Säulen der Kirche und Gesellschaft ansprechen.

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