Bundespolizei: Mit der Schwarzen Community gegen Racial Profiling
- Ousman Basirou

- 3. März
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Uli Grötsch ist seit 2024 der erste Bundespolizeibeauftragte. Er soll Beschwerden von Bürger*innen über die Bundespolizei bündeln und so bei ihr bestehende problematische Strukturen aufdecken.
Ein besonders heikles Thema ist Racial Profiling. Studien belegen, dass Schwarze Menschen in Deutschland überdurchschnittlich häufig von der Polizei kontrolliert werden. Zwischen 2018 und 2023 waren rund ein Drittel aller Schwarzen Personen von solchen Kontrollen betroffen. Dem Bundespolizeibeauftragten werden aber nur ein Bruchteil aller Vorfälle gemeldet. Die Gründe sind die Furcht vieler Schwarzer Menschen vor negativen Konsequenzen, wenn sie sich über die Polizei beschweren.
Uli Grötsch fordert die Schwarze Community daher auf, sich an seine Behörde zu wenden. Sie arbeite unabhängig von der Bundespolizei und sei daher vertrauenswürdig. Und nur durch die Mithilfe der Community ließen sich systematische Fehler in der Polizeiarbeit erkennen und institutionelle Reformen umsetzen. Grötsch möchte seine Behörde bekannter machen und wird dafür auf die Schwarze Community zugehen.




