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Pamoja – Gemeinsam für Tansania und sein Schulprojekt bei den Massai

Aktualisiert: 18. Feb.

Schulcampus in Losimingori © Pamoja
Schulcampus in Losimingori © Pamoja

Der Verein Pamoja – Gemeinsam für Tansania unterstützt von Deutschland aus ein Schulprojekt in Tansania. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen aus dem Volk der Massai den Schulbesuch zu ermöglichen. Partnerorganisation vor Ort ist REDO, das vom Ehepaar Lengima geleitet wird. Das Paar setzt sich aufgrund seiner eigenen Bildungsgeschichte für das Schulprojekt ein.


Pamoja – Gemeinsam für Tansania wurde 2014 gegründet und agiert von

Neubrandenburg aus. Der Grund für die Vereinsgründung war der Umstand, dass viele junge Massai, die im Norden Tansanias leben, nicht zur Schule gehen können. Die hohen Schulgebühren und die Notwendigkeit, das Vieh zu hüten, halten sie davon ab. „Pamoja“ setzt sich zusammen mit seiner tansanischen Partnerorganisation REDO für den Schulbesuch der Massai-Kinder und -Jugendlichen ein.


Seit 2015 ist in Losimingori, gelegen im Massai-Gebiet, die dortige Sekundarschule ausgebaut worden. Diese Return Home Secondary School (RHSS) bietet einen Schulabschluss an, der mit der mittleren Reife in Deutschland vergleichbar ist. Das Schulprojekt zeigte bislang große Erfolge: Durch den Ausbau des Schulcampus entstand im Laufe der Zeit eine Internatsschule mit heute rund 160 Schüler*innen. Sie werden von insgesamt elf Lehrer*innen unterrichtet. Die RHSS wird von der lokalen Massai- Bevölkerung unterstützt. So stellte die Gemeinde Losimingori kostenlos ein Grundstück für den Campus bereit und viele Massai arbeiten im Schulkomitee mit.


Finanziert wird die Return Home Secondary School aus privaten Mitteln. Um die Kosten zu decken, muss der Schulbesuch an der RHSS bezahlt werden: die Schulgebühr beträgt 30 Euro im Monat. Da auch diese Summe für viele Massai-Familien nicht erschwinglich ist, werden ihre Kinder durch Pat*innen aus Deutschland unterstützt. Im Rahmen dieser Patenschaften werden die Schulgebühren für je ein Kind übernommen. Aktuell profitieren rund einhundert Schüler*innen von einer solchen Förderung. Geleitet wird die Schule vom Ehepaar Rose und Wilson Lengima, die beide ebenfalls Massai sind.


Rose Lengima absolvierte erfolgreich die Grund- und Mittelschule, legte das Abitur ab und studierte an der Universität von Dar es Salaam auf Lehramt. Auf ihrem Bildungsweg wurde sie von anderen Menschen unterstützt: Der Pastor sorgte dafür, dass sie die lokale Grundschule besuchen konnte. Die NGO „Hilfe für die Massai“ halfen ihr finanziell dabei, die Sekundarschule und das Abitur zu bestehen. Das Hochschulstudium finanzierte Rose durch ein Stipendium. Die Förderung war an die Bedingung geknüpft, nach dem Bachelor in die Massai-Region zurückzukehren und sich dort in der Mädchen- und Frauenbildung zu engagieren.


Wilson Lengima weist demgegenüber einen anderen Bildungsweg auf. Er konnte als Jugendlicher die Grundschule besuchen, musste sie aber abrechen, als seiner Familie die finanziellen Mittel für die Schulmaterialien ausgingen. Daraufhin zog er nach Arusha und arbeitete dort mehrere Jahre als Wachmann. Von seinem Gehalt sparte er sich ein kleines Kapital an, mit dem er später die Sekundarschule besuchen konnte. Dies war keine leichte Zeit, weil er tagsüber lernte, nachts aber weiter als Wachmann tätig war. Dennoch erlangte er die mittlere Reife und erhielt danach finanzielle Unterstützung aus dem Ausland. Mit dieser Finanzierung im Rücken konnte er das Abitur ablegen. Anschließend studierte auch er auf Lehramt, dem 2015 ein Master in Community Development folgte.


Pamoja informiert sich regelmäßig in Losimingori über die Fortschritte des Schulprojektes. Weitere Unterstützer*innen sind gerne gesehen. Wer sich näher über die Arbeit von Pamoja informieren möchte, kann dies auf der vereinseigenen Webseite www.vereinpamoja.com tun. Der Verein hat auch einen eigenen Account auf Facebook, wo aktuell über die Return Home Secondary School informiert wird. Wer Pamoja eine Nachricht schreiben möchte, erreicht den Verein unter der E-Mail-Adresse info@verein-pamoja.de.

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